Bachhaus Eisenach

Museum der Neuen Bachgesellschaft e.V.

05.07.2021

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Das Bachhaus vor 20 Jahren, im Sommer 2001. Foto: Bachhaus Eisenach gGmbH

Sonderausstellung 2021

BACHhaus RETROSPECIVE

Mit einem Rückblick auf Lieblingsobjekte und Ausstellungs-Highlights begeht die Bachhaus Eisenach gGmbH ihr 20-jähriges Firmenjubiläum am 5. Juli 2021 – und feiert zugleich die Fertigstellung des Museums-Neubaus vor 15 Jahren. Auch die Dauerausstellung wurde umfassend überarbeitet.

Vor 20 Jahren, am 5. Juli 2001, wurde die Bachhaus Eisenach gGmbH gegründet, die für die Neue Bachgesellschaft das Bachhaus in Eisenach betreibt. Fünf Jahre später wurde das Museum selbst feierlich wiederöffnet, nach umfassender Sanierung des historischen Gebäudes aus dem Jahr 1456 und einem angrenzenden Neubau, der die Ausstellungsfläche mehr als verdoppelte. Erstmals gab es angemessenen Platz für eigene Sonderausstellungen.

Das Bachhaus feiert ab 5. Juli diese Jubiläen mit Highlights aus acht Ausstellungen der letzten 20 Jahre. Mit dabei: Objekte aus der Ausstellung „Bach – Ansichtssache“ aus dem Jahr 2005, liebevoll auch „Kitsch und Krempel“ genannt, weil sie Kuriosa aus der Bach-Rezeption zeigte, wie Tabaksbinden und Notgeld mit Bach-Motiven. Der rekonstruierte Bach-Schädel aus dem Jahr 2008 („Bach im Spiegel der Medizin“) darf natürlich nicht fehlen. Der berühmten Cembalistin Wanda Landowska war die Ausstellung 2011 gewidmet, aus der nun einige Objekte wieder gezeigt werden. „Bach und die Zahlen“ hieß die Sonderausstellung 2014, denn natürlich ergibt nach dem natürlichen Zahlenalphabet die Summe von B+A+C+H=2+1+3+8=14. Hieraus werden Modelle von Bachs 14 Kanons BWV 1087 aus Glas zum Drehen, Wenden und Klappen wieder gezeigt. „Ich war selbst verblüfft, wie viele schöne Dinge im Keller lagen und sogar noch funktionieren“, meint Hansen. Aus der Luther-Ausstellung 2017 kehren zwei multimediale „Katechismus-Stelen“ mit neu komponierter Musik zu Luthers 6 Katechismus-Stücken zurück. Und aus der 2019er-Ausstellung „Bilderrätsel“ ist erneut der bekannte Bach-Schattenriss im Original zu sehen, der freilich in der Ausstellung als Produkt einer Wiener Fälscherwerkstatt entlarvt wurde. Inmitten des Heiteren und Musikalischen liegt Luthers Buch „Von den Juden und ihren Lügen“ von 1543 und erinnert an die in der Sonderausstellung „Luther, Bach – und die Juden“ 2016 gestellten unbequemen Fragen zu Bachs Antijudaismus-Rezeption.

Während der Corona-Zeit wurde auch die Dauerausstellung umfassend überarbeitet: 14 neue Trickfilme wurden mit den „Buchstabenschubsern“ in Potsdam produziert und werden nun in 14 Stationen am „Begehbaren Musikstück“ im Bachhaus-Neubau gezeigt. Integriert in die Dauerausstellung wurde der Erstdruck des „Musikalischen Opfers“ von 1747, Bilder wurden eingefügt, Bücher in „Bachs theologischer Bibliothek“ ergänzt und im Raum „Bachs Leben im Barock“ eine riesige Karte aufgehängt, die sogenannte Hohmann-Eisenschmidt-Karte von 1724, die damals exakteste Darstellung der deutschen Lande.

„BACHhaus RETROSPECTIVE“: Sonderausstellung, ab 5.7.2021. Bachhaus Eisenach, Frauenplan 21, 99817 Eisenach, täglich geöffnet 10.00 bis 18.00 Uhr, Tel. 03691 79340, www.bachhaus.de

Eröffnung und Pressetermin: 5. Juli 2021, 14 Uhr.